Quelle: www.zahn-online.de

Mc könnte in NRW bis zu 1000 Jobs kosten

vom 06.09.2006

Düsseldorf (ddp-nrw). Ein Erfolg der geplanten Zahnarztkette Mc könnte bei den Dentallaboren in Nordrhein-Westfalen bis zu 1000 Arbeitsplätze kosten. Bundesweit seien zirka 6000 Jobs in Gefahr, sagte der Obermeister der Zahntechniker-Innung Düsseldorf, Dominik Kruchen, der Nachrichtenagentur ddp am Mittwoch. «Wir gehen aber nicht davon aus, dass die Geschäftsidee von Mc Erfolg haben wird», fügte er hinzu.

In Krefeld will die Kette am 28. September die erste von insgesamt 400 Mc-Zahnarztpraxen eröffnen. Dort sollen die Patienten Zahnersatz aus der Regelversorgung zum Nulltarif erhalten können. Mc lässt dabei Inlays, Kronen und Brücken in China herstellen, die dort deutlich billiger sind. Die anfallenden Kosten werden dabei bereits vom Anteil der Krankenkassen an der Behandlung gedeckt.

Kruchen sagte, beim Zahnersatz komme es gerade bei aufwendigen Behandlungen auf die enge Zusammenarbeit von Zahnarzt und Dentallabor an. Dies könne Mc nicht bieten. Zudem glaubt Kruchen, dass Patienten von der gewinnmaximierenden Haltung der Kette und damit der beteiligten Zahnärzte abgeschreckt würden. Es sei schließlich «ethisch bedenklich», dass die Zahnärzte an dem Zahnersatz selbst verdienten, den sie einsetzten. So bestehe die Gefahr, eine umfangreichere Behandlung vorzunehmen, als eigentlich notwendig sei, erklärte er.

Derzeit sind Kruchen zufolge viele Labore über die Konkurrenz von Mc besorgt. Er habe aber keine Zweifel, dass sich die deutschen Labore in dem Preiskampf behaupten können. Zudem wollten die Innungen in den kommenden Monaten eine Öffentlichkeitsoffensive für die Qualitätsarbeit der Labore starten, fügte er hinzu.




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